CamperTax im neuen Design: Was sich für dich verbessert — und wie es dazu kam
Wenn eine App Funktion für Funktion wächst, passiert etwas Typisches: Jede einzelne Neuerung ist sinnvoll — aber das Ganze fühlt sich irgendwann eher wie eine Sammlung von Werkzeugen an als wie eine klare Antwort auf deine Fragen. Genau an diesem Punkt stand CamperTax in diesem Sommer. Also habe ich mir die Zeit genommen, einen Schritt zurückzugehen und die App noch einmal konsequent von deiner Seite aus zu denken.
Warum ich CamperTax noch einmal grundlegend angefasst habe
Angefangen hat CamperTax mit einer Steuerfrage: Wie bekomme ich unsere Vermietung sauber in die Steuererklärung? Die ganze Geschichte dazu steht in Wie CamperTax entstand. Mit der Zeit — und mit vielen Rückmeldungen von anderen Vermietern — hat sich die eigentliche Frage verschoben: Was verdient mein Camper wirklich, und worauf muss ich achten?
Die Website erzählt diese Geschichte schon länger. Die App war dagegen noch stark darauf ausgerichtet, Buchungen zu erfassen und am Jahresende eine Steuerübersicht auszugeben. Die Zahlen, die dich im Laufe des Jahres interessieren — Läuft es besser als im Vorjahr? Welches Fahrzeug trägt sich? Was bleibt nach Abschreibung übrig? — waren oft schon da, aber verteilt und nicht immer leicht zu finden.
Der Weg: erst die Richtung, dann das Design
Ein Redesign beginnt für mich nicht mit Farben, sondern mit der Frage, wofür eine App eigentlich da sein soll. Deshalb bin ich in mehreren Schritten vorgegangen:
- Ausrichtung geschärft. Für wen ist CamperTax — gelegentliche Privatvermieter, gewerbliche Vermieter, kleine Flotten, Vermietung über Plattformen oder direkt — und welche Fragen stellen sie sich im Laufe eines Jahres? Heraus kamen vier einfache Fragen, an denen sich seitdem jede Ansicht messen lassen muss: Was kommt rein? Was bleibt übrig? Worauf muss ich achten? Wie wird die Steuer fertig?
- Rückmeldungen und Zweitmeinungen eingeholt. Hinweise von Vermietern, meine eigenen Erfahrungen aus der Vermietung und kritische Blicke von außen auf Produkt und Website sind in die Richtung eingeflossen.
- Jeden Bereich zuerst als Entwurf gestaltet — Übersicht, Buchungen, Fahrzeuge, Jahresabschluss, Umsatzsteuer, Einstellungen, Preise, Anmeldung — und gegen die echten Felder und Daten der App geprüft, bevor eine Zeile Code geändert wurde.
- Schritt für Schritt umgesetzt, abgesichert durch automatisierte Tests, zuerst auf einer Testumgebung und erst nach vollständiger Abnahme in einem einzigen großen Update veröffentlicht.
Die wichtigste Regel dabei: Keine Funktion geht verloren, keine Information fällt weg. Alles, was du vorher mit CamperTax erledigen konntest, geht auch jetzt — nur übersichtlicher.
Das war intensiver als gedacht. Aber genau diese Gründlichkeit war nötig, damit am Ende nicht nur eine schönere Oberfläche steht, sondern eine App, die dir im Alltag spürbar mehr hilft.
Was sich für dich verbessert
Auf einen Blick sehen, ob es besser läuft als im Vorjahr
Die Übersicht fasst Einnahmen, Ausgaben und Ergebnis in einer Karte zusammen, jeweils mit dem Vergleich zum Vorjahr. Direkt darunter stehen die Kennzahlen, die wirklich etwas über deine Vermietung aussagen: Ergebnis nach Abschreibung, Kostenquote, Ergebnis pro Vermiettag, Rendite und Vermiettage. Persönliche Hinweise, etwa auf fehlende Nutzungstage, siehst du gleich oben. Und unter „Im Blick" behältst du Grenzen und Fristen wie die Kleinunternehmergrenze, den Gewerbesteuer-Freibetrag oder den nächsten TÜV-Termin im Auge — als Kennzahl neben dem Grenzwert, die Einordnung bleibt bei dir.
Jedes Fahrzeug im Vergleich — auch über die Jahre
Unter „Meine Camper" siehst du jetzt den Verlauf aller Fahrzeuge in einem Diagramm, wahlweise nach Auslastung oder Rendite. So erkennst du, wie sich ein Fahrzeug über die Jahre entwickelt und was jedes zum Ergebnis beiträgt. Jede Fahrzeugkarte zeigt Gewinn- und Kostenquote als Ringe, auf Wunsch vor oder nach Abschreibung, und ergänzt einen kurzen Satz zur Einordnung — zum Beispiel, wenn ein Fahrzeug schon jetzt mehr gebucht ist als im ganzen Vorjahr. Die Reihenfolge deiner Fahrzeuge legst du per Ziehen fest.
Ein Jahresabschluss, der erklärt statt nur rechnet
Im Jahresabschluss schaltest du zwischen dem Ergebnis vor und nach Abschreibung um und siehst Gewinn- und Kostenquote direkt daneben, samt Vergleich zum Vorjahr. Als gewerblicher Vermieter findest du ein Anlagenverzeichnis mit den Buchwerten jedes Fahrzeugs zum Jahresanfang und Jahresende. Vermietest du privat, zeigt dir die Anlage SO Einnahmen und Werbungskosten einzeln und schlägt die eigenen Nutzungstage vor, wenn sie noch fehlen — übernommen wird der Vorschlag erst, wenn du ihn bestätigst. Vollständigkeits-Check und Export bleiben wie gewohnt.
Buchungen, die zusammengehören, bleiben zusammen
Eine PaulCamper-Abrechnung besteht aus mehreren Buchungen — Miete, Provision, Versicherung. In der Buchungsliste erscheinen sie jetzt als eine aufklappbare Gruppe. Dasselbe gilt, wenn du beim CSV-Import eine Gebühr von einer Zahlung abteilst. So bleibt die Liste übersichtlich, ohne dass ein Detail verloren geht.
Am Handy genauso gut wie am Rechner
Viele erfassen eine Buchung direkt nach der Übergabe oder schauen unterwegs kurz rein. Deshalb ist die mobile Ansicht komplett neu aufgebaut: Die wichtigsten Bereiche liegen unten in der Navigation, „Erfassen" in der Mitte, alles Weitere unter „Mehr" — und dein Konto oben rechts. Zwischen hellem und dunklem Design wechselst du mit einem Tipp; am Computer sitzt der Umschalter unten in der Seitenleiste.
Viele kleine Dinge, die den Alltag angenehmer machen
- Einheitliche deutsche Schreibweise für Beträge, Prozente und Datumsangaben.
- Klare Bestätigungsfenster, bevor etwas gelöscht wird.
- „Pläne & Preise" zeigt deinen aktuellen Verbrauch und alle Tarife im direkten Vergleich.
- Ein klarer Start: Ist noch nicht festgelegt, ob du privat oder gewerblich vermietest, fragt CamperTax das einmalig ab — damit alle Berechnungen von Anfang an passen.
- Dezente Animationen, die Änderungen sichtbar machen. Wer Bewegung in den Systemeinstellungen reduziert hat, bekommt sie nicht.
Was gleich bleibt
Deine Daten, deine Buchungen und alle Funktionen bleiben, wie sie waren: PaulCamper-Import, CSV- und Excel-Import, Beleg-Erkennung, AfA-Berechnung, EÜR oder Anlage SO und die Exporte bis zum DATEV-Buchungsstapel. Auch an den Tarifen ändert sich nichts — der Einstieg ist weiterhin kostenlos. Und CamperTax bleibt, was es immer war: ein Werkzeug, das deine Zahlen ordnet und vorbereitet, keine Steuerberatung.
Wie es weitergeht
Mit dem Redesign ist eine Grundlage gelegt, auf der CamperTax weiter wachsen kann — hin zu einer App, die dir nicht nur zeigt, wie deine Vermietung läuft, sondern dich dabei unterstützt, gute Entscheidungen vorzubereiten. Was als Nächstes kommt, entscheide ich wie bisher danach, was Vermietern im Alltag wirklich hilft.
Deshalb meine Bitte: Schau dich in Ruhe um und sag mir, was dir gefällt und was dir fehlt — direkt in der App unter „Feedback & Ideen". Jede Rückmeldung landet bei mir.
Häufige Fragen
Nein. Beim nächsten Öffnen von CamperTax im Browser oder als installierte App ist das neue Design da. Falls noch die alte Ansicht erscheint, einmal neu laden oder die App schließen und wieder öffnen.
Nein. Das Redesign betrifft Darstellung und Bedienung. Buchungen, Fahrzeuge, Belege und Einstellungen bleiben erhalten, und alle bisherigen Funktionen gibt es weiterhin.
Nein. Tarife und Preise bleiben unverändert, der Einstieg mit dem Free-Tarif ist weiterhin kostenlos.
Ja. Am Handy über das Symbol oben in der Kopfzeile, am Computer unten in der Seitenleiste und jederzeit in den Einstellungen.

