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Hinter den Kulissen

CamperTax im neuen Design: Was sich für dich verbessert — und wie es dazu kam

Mike Knobel
15. September 2026 · 7 Min. Lesezeit
Die neue Übersicht in CamperTax: Einnahmen, Ausgaben und Ergebnis mit Vergleich zum Vorjahr, darunter Kennzahlen und Grenzen und Fristen im Blick
Kurz & knapp CamperTax hat ein umfassendes Redesign bekommen: nicht nur neue Farben, sondern eine App, die dir besser zeigt, wie deine Vermietung wirklich läuft — mit Vorjahresvergleich, Verlauf je Fahrzeug, einem verständlicheren Jahresabschluss und einer Bedienung, die am Handy genauso gut funktioniert wie am Rechner. Dahinter steckt ein intensiver Prozess aus Strategie, Rückmeldungen von Vermietern und vielen Entwürfen. Alle bisherigen Funktionen und Daten bleiben erhalten, der Einstieg ist weiterhin kostenlos.

Wenn eine App Funktion für Funktion wächst, passiert etwas Typisches: Jede einzelne Neuerung ist sinnvoll — aber das Ganze fühlt sich irgendwann eher wie eine Sammlung von Werkzeugen an als wie eine klare Antwort auf deine Fragen. Genau an diesem Punkt stand CamperTax in diesem Sommer. Also habe ich mir die Zeit genommen, einen Schritt zurückzugehen und die App noch einmal konsequent von deiner Seite aus zu denken.

Warum ich CamperTax noch einmal grundlegend angefasst habe

Angefangen hat CamperTax mit einer Steuerfrage: Wie bekomme ich unsere Vermietung sauber in die Steuererklärung? Die ganze Geschichte dazu steht in Wie CamperTax entstand. Mit der Zeit — und mit vielen Rückmeldungen von anderen Vermietern — hat sich die eigentliche Frage verschoben: Was verdient mein Camper wirklich, und worauf muss ich achten?

Die Website erzählt diese Geschichte schon länger. Die App war dagegen noch stark darauf ausgerichtet, Buchungen zu erfassen und am Jahresende eine Steuerübersicht auszugeben. Die Zahlen, die dich im Laufe des Jahres interessieren — Läuft es besser als im Vorjahr? Welches Fahrzeug trägt sich? Was bleibt nach Abschreibung übrig? — waren oft schon da, aber verteilt und nicht immer leicht zu finden.

Der Weg: erst die Richtung, dann das Design

Ein Redesign beginnt für mich nicht mit Farben, sondern mit der Frage, wofür eine App eigentlich da sein soll. Deshalb bin ich in mehreren Schritten vorgegangen:

Die wichtigste Regel dabei: Keine Funktion geht verloren, keine Information fällt weg. Alles, was du vorher mit CamperTax erledigen konntest, geht auch jetzt — nur übersichtlicher.

Das war intensiver als gedacht. Aber genau diese Gründlichkeit war nötig, damit am Ende nicht nur eine schönere Oberfläche steht, sondern eine App, die dir im Alltag spürbar mehr hilft.

Was sich für dich verbessert

Auf einen Blick sehen, ob es besser läuft als im Vorjahr

Die Übersicht fasst Einnahmen, Ausgaben und Ergebnis in einer Karte zusammen, jeweils mit dem Vergleich zum Vorjahr. Direkt darunter stehen die Kennzahlen, die wirklich etwas über deine Vermietung aussagen: Ergebnis nach Abschreibung, Kostenquote, Ergebnis pro Vermiettag, Rendite und Vermiettage. Persönliche Hinweise, etwa auf fehlende Nutzungstage, siehst du gleich oben. Und unter „Im Blick" behältst du Grenzen und Fristen wie die Kleinunternehmergrenze, den Gewerbesteuer-Freibetrag oder den nächsten TÜV-Termin im Auge — als Kennzahl neben dem Grenzwert, die Einordnung bleibt bei dir.

Jedes Fahrzeug im Vergleich — auch über die Jahre

Unter „Meine Camper" siehst du jetzt den Verlauf aller Fahrzeuge in einem Diagramm, wahlweise nach Auslastung oder Rendite. So erkennst du, wie sich ein Fahrzeug über die Jahre entwickelt und was jedes zum Ergebnis beiträgt. Jede Fahrzeugkarte zeigt Gewinn- und Kostenquote als Ringe, auf Wunsch vor oder nach Abschreibung, und ergänzt einen kurzen Satz zur Einordnung — zum Beispiel, wenn ein Fahrzeug schon jetzt mehr gebucht ist als im ganzen Vorjahr. Die Reihenfolge deiner Fahrzeuge legst du per Ziehen fest.

Meine Camper in CamperTax: Diagramm mit der Auslastung mehrerer Fahrzeuge über die Jahre, darunter eine Fahrzeugkarte mit Rendite, Gewinnquote und Kostenquote
„Meine Camper": oben der Verlauf aller Fahrzeuge im Vergleich, darunter eine Fahrzeugkarte mit Quoten und Einordnung. Das laufende Jahr ist gestrichelt, weil es noch nicht abgeschlossen ist. (Beispieldaten)

Ein Jahresabschluss, der erklärt statt nur rechnet

Im Jahresabschluss schaltest du zwischen dem Ergebnis vor und nach Abschreibung um und siehst Gewinn- und Kostenquote direkt daneben, samt Vergleich zum Vorjahr. Als gewerblicher Vermieter findest du ein Anlagenverzeichnis mit den Buchwerten jedes Fahrzeugs zum Jahresanfang und Jahresende. Vermietest du privat, zeigt dir die Anlage SO Einnahmen und Werbungskosten einzeln und schlägt die eigenen Nutzungstage vor, wenn sie noch fehlen — übernommen wird der Vorschlag erst, wenn du ihn bestätigst. Vollständigkeits-Check und Export bleiben wie gewohnt.

Kopf des Jahresabschlusses in CamperTax: Einnahmen, Ausgaben und Ergebnis mit Vergleich zum Vorjahr, Umschalter vor und nach AfA sowie Gewinn- und Kostenquote als Ringe
Der Kopf des Jahresabschlusses: Ergebnis vor oder nach Abschreibung, Vergleich zum Vorjahr und die Quoten als Ringe. (Beispieldaten)

Buchungen, die zusammengehören, bleiben zusammen

Eine PaulCamper-Abrechnung besteht aus mehreren Buchungen — Miete, Provision, Versicherung. In der Buchungsliste erscheinen sie jetzt als eine aufklappbare Gruppe. Dasselbe gilt, wenn du beim CSV-Import eine Gebühr von einer Zahlung abteilst. So bleibt die Liste übersichtlich, ohne dass ein Detail verloren geht.

Am Handy genauso gut wie am Rechner

Viele erfassen eine Buchung direkt nach der Übergabe oder schauen unterwegs kurz rein. Deshalb ist die mobile Ansicht komplett neu aufgebaut: Die wichtigsten Bereiche liegen unten in der Navigation, „Erfassen" in der Mitte, alles Weitere unter „Mehr" — und dein Konto oben rechts. Zwischen hellem und dunklem Design wechselst du mit einem Tipp; am Computer sitzt der Umschalter unten in der Seitenleiste.

CamperTax auf dem Smartphone: links die Übersicht im hellen Design, rechts das Menü Mehr mit Umsatzsteuer, Jahresabschluss und Werkzeugen im dunklen Design
Links die Übersicht im hellen Design, rechts das Menü „Mehr" im dunklen Design. (Beispieldaten)

Viele kleine Dinge, die den Alltag angenehmer machen

Was gleich bleibt

Deine Daten, deine Buchungen und alle Funktionen bleiben, wie sie waren: PaulCamper-Import, CSV- und Excel-Import, Beleg-Erkennung, AfA-Berechnung, EÜR oder Anlage SO und die Exporte bis zum DATEV-Buchungsstapel. Auch an den Tarifen ändert sich nichts — der Einstieg ist weiterhin kostenlos. Und CamperTax bleibt, was es immer war: ein Werkzeug, das deine Zahlen ordnet und vorbereitet, keine Steuerberatung.

Wie es weitergeht

Mit dem Redesign ist eine Grundlage gelegt, auf der CamperTax weiter wachsen kann — hin zu einer App, die dir nicht nur zeigt, wie deine Vermietung läuft, sondern dich dabei unterstützt, gute Entscheidungen vorzubereiten. Was als Nächstes kommt, entscheide ich wie bisher danach, was Vermietern im Alltag wirklich hilft.

Deshalb meine Bitte: Schau dich in Ruhe um und sag mir, was dir gefällt und was dir fehlt — direkt in der App unter „Feedback & Ideen". Jede Rückmeldung landet bei mir.

Häufige Fragen

Nein. Beim nächsten Öffnen von CamperTax im Browser oder als installierte App ist das neue Design da. Falls noch die alte Ansicht erscheint, einmal neu laden oder die App schließen und wieder öffnen.

Nein. Das Redesign betrifft Darstellung und Bedienung. Buchungen, Fahrzeuge, Belege und Einstellungen bleiben erhalten, und alle bisherigen Funktionen gibt es weiterhin.

Nein. Tarife und Preise bleiben unverändert, der Einstieg mit dem Free-Tarif ist weiterhin kostenlos.

Ja. Am Handy über das Symbol oben in der Kopfzeile, am Computer unten in der Seitenleiste und jederzeit in den Einstellungen.

Dieser Artikel beschreibt Funktionen von CamperTax und ist keine Steuerberatung (§ 2 StBerG). Die Abbildungen zeigen Beispieldaten.

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